|
Newsfeed abonnieren:
19.06.2012Junge Cartoonisten fördern
Welche Trends sich in der Sparte Cartoon abzeichnen, erklärt
Autor, Holzbaum-Verleger und Komische-Künste-Geschäftsführer Clemens Ettenauer im
Interview mit Silke Rabus.Am 8. Mai ist bei Holzbaum der erste Titel der Reihe Edition Komische Künste erschienen. Wo soll der Schwerpunkt der Reihe liegen, an welche Autoren wird gedacht, was ist die Intention? Der Schwerpunkt der Edition liegt auf Cartoons von noch eher unbekannten österreichischen Zeichnern. Nach Oliver Ottitsch, der mit dem Titel Kopf hoch die Reihe eröffnet hat, werden wir ein Buch mit Jürgen Marschal machen, er zeichnet für das deutsche Satiremagazin Titanic. Weitere Künstler sind noch ungewiss, potentielle Kandidaten gibt es aber zur Genüge. Die Intention der Reihe ist, jungen Cartoonisten mittels einer Empfehlung eines renommierten Künstlers - im Fall von Oliver Ottitsch ist das Gerhard Haderer - zu mehr Bekanntheit zu verhelfen. In Österreich haben wir die Situationen, dass es im Bereich der Komischen Kunst nur einige wenige prominente Namen gibt, aber sehr viele unbekannte, jedoch äußerst begabte junge Zeichner. Mit der Edition wollen wir versuchen, das zu ändern. Welche Trends beobachten Sie generell bei Cartoon-Büchern, welche Zukunft hat das Segment? Im Cartoon-Bereich ist das Preisniveau - meist unter zehn Euro - relativ niedrig, vor allem in Anbetracht der teuren Herstellung durch den farbigen Innenteil. Das zwingt die Verlage zu hohen Startauflagen und einer Fixierung auf bekannte, sich gut verkaufende Künstler. Ein höheres Preisniveau gibt es nur bei Prachtbänden von Großmeistern wie Gerhard Haderer oder Gerhard Glück. Wie sieht die Situation speziell in Österreich aus? Nach unseren Erfahrungen verkaufen sich Cartoon-Bücher in Deutschland etwas leichter als in Österreich. Zudem gibt es in Österreich keine staatlichen Förderungen für Humor und Satire, was sehr bedauerlich ist. Foto: Livia Braun |

Welche Trends sich in der Sparte Cartoon abzeichnen, erklärt
Autor, Holzbaum-Verleger und Komische-Künste-Geschäftsführer