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30.05.2012

Wiener Lesetest 2012

Zum zweiten Mal wurde heuer der Wiener Lesetest durchgeführt. Im Vergleich zu 2011 zeigen sich erste Verbesserungen.

Der Wiener Lesetest wird vom Stadtschulrat durchgeführt und richtet sich an alle SchülerInnen der vierten und achten Schulstufe an öffentlichen und privaten Volks- und Hauptschulen sowie an AHS mit Öffentlichkeitsrecht, die keinen sonderpädagogischen Förderbedarf haben. Teilgenommen haben 14.951 VolksschülerInnen der vierten Schulstufe aus 262 Schulen und 778 Klassen sowie 16.029 SchülerInnen der achten Schulstufe aus 210 Schulen und 717 Klassen.

Ergebnis vierte Schulstufe (Volksschule)
Verteilung aller SchülerInnen auf dem 3-stufigen Kompetenzstufenmodell im Jahr 2012.

20,6 Prozent (3.006 Personen) befinden sich auf Stufe 1 (schwächste Stufe).
43,0 Prozent (6.285 Personen) befinden sich auf Stufe 2.
36,5 Prozent (5.329 Personen) befinden sich auf Stufe 3.

Ergebnis achte Schulstufe (AHS/HS)
Verteilung aller SchülerInnen auf dem 3-stufigen Kompetenzstufenmodell im Jahr 2012.

25,2 Prozent (3.850 Personen) befinden sich auf Stufe 1 (schwächste Stufe).
37,1 Prozent (5.667 Personen) befinden sich auf Stufe 2.
37,6 Prozent (5.740 Personen) befinden sich auf Stufe 3.
 
Vergleich mit 2011: Weniger RisikoschülerInnen
Fördergrenzen geben an, wie groß die Gruppe der RisikoschülerInnen ist. Anhand dieser Messgröße ist ein Trend sowohl für die vierte als auch achte Schulstufe ablesbar.

Vierte Schulstufe:
Die Gruppe der allerschlechtesten LeserInnen hat sich mehr als halbiert und liegt nun in der vierten Schulstufe bei 3,9 Prozent (2011: 10,5 Prozent).
Die Gesamtzahl der RisikoschülerInnen liegt bei 20,5 Prozent (2011: 23,7 Prozent).
Die Gruppe der LeserInnen ohne Förderbedarf hat sich um 3,1 Prozent von 76,3 Prozent im Jahr 2011 auf 79,4 Prozent im Jahr 2012 vergrößert.

Achte Schulstufe:
Die Gruppe der allerschlechtesten LeserInnen hat sich nahezu halbiert und liegt nun in der achten Schulstufe bei 3,7 Prozent (2011: 6,9 Prozent).
Die Gesamtzahl der RisikoschülerInnen liegt bei 25,2 Prozent (2011: 28,7 Prozent).
Die Gruppe der LeserInnen ohne Förderbedarf hat sich um 3,6 Prozent von 71,2 Prozent im Jahr 2011 auf 74,8 im Jahr Prozent vergrößert.

Förderung für RisikoschülerInnen durch Intensiv-Lesekurse
SchülerInnen die 2011 zur schwächsten Stufe gehörten, erhielten eine Spezialförderung. Diese umfasste eine Startwoche Lesen und Intensiv-Lesekurse zu je vier Stunden pro Woche über mehrere Monate hinweg mit eigens dafür entwickelten Fördermaterialien. 1.728 SchülerInnen erzielten daraufhin messbar bessere Ergebnisse im Wiener Lesetest 2012 und befinden sich ab jetzt in einer höheren Kompetenzstufe.

Lesefördermaßnahmen sollen weiter intensiviert werden
In diesem Schuljahr 2011/12 wurden, so Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl, bereits zahlreiche Initiativen gesetzt, die – wie der Lesetest beweise – erste Wirkung zeigen. Im nächsten Jahr sollen diese Ziele konsequent weiterverfolgt werden. Für das nächste Jahr geplant sind:
  • Grundlegende Datenanalyse auch im Zusammenhang mit Notenwahrheit
  • Wiener Leseoffensive wird fortgeführt und intensiviert 
  • Garantierte Leseintensivkurse in der fünften Schulstufe für alle RisikoschülerInnen
  • Ausbau der Crashkurse für jeden Bezirk
  • Neue Tests bereits in der dritten Schulstufe Volksschule: Lesecheck (enthält zwei Teile: Salzburger Lesescreening; Stolperwörtertest)
  • Neuer Test für die siebte Schulstufe: HLT (Hernalser Lesetest - ein von Experten des Stadtschulrats entwickelter Lesetest)
  • Flächendeckende Einstiegskurse für SeiteneinsteigerInnen

Foto: CFalk/pixelio.de
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