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18.07.2012

EU-Kommission forciert Open Access

Die Europäische Kommission plant einen Schwellenabbau im Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Nicht nur ForscherInnen und Unternehmen, sondern generell alle BürgerInnen sollen die Ergebnisse öffentlich geförderter Forschung in Europa in wenigen Jahren kostenlos nutzen können. Das teilte die EU-Kommission in einer Mitteilung mit.

Die strategischen Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit der Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums (EFR) und werden als Grundsatz im Programm Horizont 2020, dem Forschungs- und Innovationsförderprogramm der EU für den Zeitraum 2014 bis 2020 verankert.

Ab 2014 ist die Zugänglichkeit aller Artikel, die mit Hilfe der Förderung durch „Horizont 2020“ zustande gekommen sind, zu gewährleisten. Entweder müssen sie im Sinne eines „goldenen“ freien Zuganges unmittelbar online zur Verfügung gestellt werden, wobei die Veröffentlichungskosten gegebenenfalls von der Europäischen Kommission erstattet werden können, oder aber spätestens sechs Monate nach der Veröffentlichung, beziehungsweise zwölf Monate im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften, einem „grünen“ freien Zugang nach über ein frei zugängliches Archiv.

Bereits 2016 sollen von den publizierten Ergebnissen in Europa öffentlich geförderter Forschung 60 Prozent frei zugänglich sein.

„Die Steuerzahler […] müssen problemlos auf Rohdaten zugreifen können“, fordert Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständigen Vizepräsidentin der Kommission.

Bild: pixelio.de/Thommy Weiss
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