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16.08.2012Longlist für den Deutschen Buchpreis steht
Die Jury für den Deutschen Buchpreis hat aus einer Auswahl
von insgesamt 162 Titeln die 20 Romane umfassende Longlist erstellt. Erfreulich
aus österreichischer Sicht ist die Nominierung der heimischen AutorInnen Milena
Michiko Flašar (Ich nannte ihn Krawatte), Germán
Kratochwil (Scherbengericht) und Clemens Setz (Indigo). Zwei der Titel auf der Longlist sind in
österreichischen Verlagen erschienen: Kratochwils Scherbengericht (Picus) und
Ursula Krechels Landgericht (Jung und Jung). Jury-Sprecher Andreas Isenschmid charakterisierte die Auswahl mit den Worten: „Am verblüffendsten an unserer Longlist ist wohl ihre Welthaltigkeit, kaum eine Dimension, die nicht vorkommt: die große Liebe und der avancierteste Kapitalismus, die Erfahrung des Heiligen so gut wie Schocks der Kälte und Einsamkeit. Unsere zwanzig besten Romane greifen aus: in den Jemen, nach Nordafrika, nach Polen und nach Argentinien, ins gänzlich Imaginierte sowieso. Und überraschend viele versuchen sich an geschichtlichen Bestandsaufnahmen der Bundesrepublik in den 50er, 60er und 70er Jahren." Der Jury sei es nicht leicht gefallen, aus der großen Zahl starker Bücher ihre Auswahl zu treffen. Nach kontroversen Diskussionen habe man sich auf eine Liste geeinigt, auf der alte Meister neben noch weniger bekannten, jüngeren AutorInnen stehen. Die Auswahl im einzelnen: Ernst Augustin: Robinsons blaues Haus (C. H. Beck, Januar 2012) Bernd Cailloux: Gutgeschriebene Verluste (Suhrkamp, Februar 2012) Jenny Erpenbeck: Aller Tage Abend (Knaus, September 2012) Milena Michiko Flašar: Ich nannte ihn Krawatte (Wagenbach, Januar 2012) Rainald Goetz: Johann Holtrop (Suhrkamp, September 2012) Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt (Hanser, Februar 2012) Wolfgang Herrndorf: Sand (Rowohlt.Berlin, November 2011) Bodo Kirchhoff: Die Liebe in groben Zügen (Frankfurter Verlagsanstalt, September 2012) Germán Kratochwil: Scherbengericht (Picus, Februar 2012) Ursula Krechel: Landgericht (Jung und Jung, August 2012) Dea Loher: Bugatti taucht auf (Wallstein, März 2012) Angelika Meier: Heimlich, heimlich mich vergiss (Diaphanes, März 2012) Sten Nadolny: Weitlings Sommerfrische (Piper, Mai 2012) Christoph Peters: Wir in Kahlenbeck (Luchterhand, August 2012) Michael Roes: Die Laute (Matthes & Seitz Berlin, September 2012) Patrick Roth: Sunrise (Wallstein, März 2012) Frank Schulz: Onno Viets und der Irre vom Kiez (Galiani Berlin, Februar 2012) Clemens J. Setz: Indigo (Suhrkamp, September 2012) Stephan Thome: Fliehkräfte (Suhrkamp, September 2012) Ulf Erdmann Ziegler: Nichts Weißes (Suhrkamp, August 2012) |

Die Jury für den Deutschen Buchpreis hat aus einer Auswahl
von insgesamt 162 Titeln die 20 Romane umfassende Longlist erstellt. Erfreulich
aus österreichischer Sicht ist die Nominierung der heimischen AutorInnen Milena
Michiko Flašar (Ich nannte ihn Krawatte), Germán
Kratochwil (Scherbengericht) und Clemens Setz (Indigo). Zwei der Titel auf der Longlist sind in
österreichischen Verlagen erschienen: Kratochwils Scherbengericht (Picus) und
Ursula Krechels Landgericht (Jung und Jung). 