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22.08.2012Studie zur Digitalen Content-Nutzung 2012
Die zentralen Ergebnisse der
zweiten Auflage der Studie zur Digitalen Content-Nutzung 2012 (DCN-Studie)
zeigen, dass mit einer Steigerung von 11 Prozent auf 22,1 Millionen Personen
immer mehr Deutsche E-Books, Hörbücher, Musik, Spiel- und Kinofilme und TV-Serien
direkt aus dem Netz beziehen, der illegale Zugriff auf Inhalte jedoch immer
weniger Akzeptanz findet.Für den dauerhaften Besitz luden im vergangenen Jahr 16,3 Millionen Personen Medieninhalte aus dem Netz herunter. 7,2 Millionen Menschen und damit 44 Prozent bezogen diese ausschließlich aus legalen Quellen. 3,1 Millionen Deutsche eigneten sich urheberrechtlich geschützte Werke illegal aus dem Internet an, was etwa jedem fünften Download von Medieninhalten entspricht. 14,8 Millionen Menschen konsumierten Medieninhalte im Streaming-Verfahren. Dabei gaben 31 Prozent der Befragten an, Hörbücher häufiger als im Vorjahr gestreamt zu haben. Illegale Streaming-Portale waren für 41 Prozent der Online-FilmkonsumentInnen die wichtigste Bezugsquelle. Mit 2,5 Millionen NutzerInnen liegt diese Kategorie auf Platz 3 der beliebtesten Quellen für gestreamte Medieninhalte insgesamt. Neben den illegalen Downloads etablierte sich das Streamripping als zusätzliche Nutzungsform in der rechtlichen Grauzone: Nahezu die Hälfte aller Downloadenden verwendete diese Dienste im Jahr 2011. Insgesamt nutzten im vergangenen Jahr 3,7 Millionen Deutsche (23 Prozent der MediendownloaderInnen) keine legalen Angebote, sondern ausschließlich illegale Quellen oder Streamripping, um die gewünschten Inhalte dauerhaft zu speichern. Problemwahrnehmung der Bevölkerung nimmt zu 97 Prozent wissen, dass das Herunterladen oder Anbieten von urheberrechtlich geschützten Medieninhalten über Peer-to-Peer-Netze nicht zulässig ist. Unter den aktiven NutzerInnen illegaler Download-Quellen ist dies mit 88 Prozent ebenfalls die absolute Mehrheit. Nur noch 2 bis 7 Prozent der Befragten halten das öffentliche Zugänglichmachen geschützter Medieninhalte für erlaubt. Die Detailanalyse offenbart jedoch gravierende Unterschiede bei den verschiedenen Nutzergruppen: Im Vergleich zum Durchschnitt der Bevölkerung sind sich bis zu sieben Mal so viele NutzerInnen illegaler Download-Angebote der Unrechtmäßigkeit dieser Quellen nicht bewusst. Der Anteil derjenigen, die das Anbieten von Musik, filmischen Inhalten, Hörbüchern und E-Books über soziale Netzwerke für erlaubt halten, liegt bei den Zehn- bis 19-jährigen mit 21 Prozent am höchsten. Danach befragt, welche Vorteile kostenpflichtige Internetdienste bieten, gaben 70 Prozent der Bevölkerung an, dass man dadurch die UrheberInnen unterstützt. Dieser Anteil liegt bei denjenigen, die sich aus illegalen Quellen versorgen, mit 55 Prozent weit unter dem Durchschnitt. Der Vorschlag von Sanktionierungsmaßnahmen findet zunehmend positive Resonanz. Drei Viertel der Deutschen bewerten die Verhängung eines Bußgelds als adäquate Sanktionierung des illegalen Anbietens von Inhalten. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung befürwortet Bußgeldforderungen von denjenigen, die Medieninhalte illegal herunterladen. Eine präventive Wirkung attestieren 57 Prozent der Verbraucher einem Warnhinweismodell von Seiten der Provider. Trotz der Entwicklung des Bewusstseins für das Urheberrecht stellt GVU-Geschäftsführer Matthias Leonardy aber fest: „Die Studie zeigt deutlich, dass die Bereitschaft, für hochwertige Inhalte im Internet etwas zu bezahlen, immer noch unterentwickelt ist.“ Über die Studie zur Digitalen Content-Nutzung Die von der GfK durchgeführte DCN-Studie wurde gemeinsam vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI), dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) in Auftrag gegeben. Ziele der Untersuchung waren die Analyse der Nutzergewohnheiten und Präferenzen beim digitalen Medienkonsum, Speichern und Weitergeben sowie die Ermittlung der Konsumenteneinstellungen zu Urheberrechtsverletzungen, Sanktionen und legalen Online-Angeboten. Befragt wurden innerhalb der GfK Media*Scope 10.000 Personen, die repräsentativ für 63,6 Millionen Deutsche ab zehn Jahren sind. Zur Validierung fand eine Zusatzbefragung unter 3.000 Personen statt, die repräsentativ für 46 Millionen deutsche Onliner ab 14 Jahren ist. Eine detaillierte Version der Studie ist hier verfügbar. Foto: Marko Greitschus / pixelio.de |

Die zentralen Ergebnisse der
zweiten Auflage der Studie zur Digitalen Content-Nutzung 2012 (DCN-Studie)
zeigen, dass mit einer Steigerung von 11 Prozent auf 22,1 Millionen Personen
immer mehr Deutsche E-Books, Hörbücher, Musik, Spiel- und Kinofilme und TV-Serien
direkt aus dem Netz beziehen, der illegale Zugriff auf Inhalte jedoch immer
weniger Akzeptanz findet.