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21.09.2012Festplattenabgabe – jetzt oder nie!
Im April dieses Jahres hatte Bundesministerin Schmied im
Rahmen eines Pressegesprächs die rasche Novellierung des Urheberrechtes
angekündigt (buecher.at berichtete).
Die gesetzliche Verankerung der Festplattenabgabe soll die Rahmenbedingungen
für eine faire Entlohnung der Leistung von Kunstschaffenden schaffen. Doch sowohl Wirtschaftskammer als auch die KonsumentenschützerInnen
der Arbeiterkammer lobbyieren vehement gegen eine Festplattenabgabe – mit dem
Argument, dass schließlich nicht jede Festplatte zur Speicherung
urheberrechtlich geschützter Inhalte verwendet würde. Darüber hinaus befürchtet
der Handel gegenüber der Konkurrenz im Ausland schlechter gestellt zu sein.Nun rufen die Interessenvertretungen österreichischer KünstlerInnen zu einem Protestmarsch gegen die Blockierung der Gesetzesnovellierung auf. Hier der Aufruf im Wortlaut: Protestmarsch der Künstlerinnen und Künstler Festplattenabgabe – jetzt oder nie! Seit Jahren werden unsere Rechte missachtet. Schleichend verlieren wir das Recht, über unsere Werke selbst bestimmen zu können. Damit das private Kopieren unserer Werke fair bezahlt wird, gibt es seit vielen Jahren die „Leerkassettenvergütung“. Aber heute kopiert niemand mehr auf Kassetten, weshalb 20.000 Kunstschaffende seit Jahren wichtige Einnahmen verlieren. Daher brauchen wir die Festplattenabgabe auf alle Speichermedien. Sie sichert den Künstlerinnen und Künstlern in Österreich 10 Mio. Euro pro Jahr. Die Ministerinnen Karl und Schmied sind für die Festplattenabgabe. Sie ist auch in anderen Ländern längst üblich, aber: Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer boykottieren die Festplattenabgabe. Wir Künstlerinnen und Künstler lassen uns das nicht länger gefallen! Zeigen wir der Arbeiterkammer und der Wirtschaftskammer, dass sie die Festplattenabgabe nicht länger verhindern können! Treffpunkt: Mittwoch, 17. Oktober 2012, 12.00 Uhr Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz, 1040 Wien Der Demonstrationszug bewegt sich vom Schwarzenbergplatz zur Arbeiterkammer. Nach der ersten Kundgebung ziehen wir am ORF-Funkhaus vorbei zur Wirtschaftskammer, wo die mitgebrachten Festplatten abgegeben werden können. Eine Aktion von: Musikergilde, IG Autorinnen Autoren, Gewerkschaft GdG-KMSfB, Österreichischer Musikrat, ÖDA – Österreichische DialektautorInnen/Archive – Institut für Regionale Sprachen und Kulturen, GAV – Grazer Autorinnen Autorenversammlung und Übersetzergemeinschaft. Koordination/Kommunikation: Gerhard Ruiss (01 526 20 44-13, E-Mail: gr@literaturhaus.at) Peter Paul Skrepek (0664 614 54 05 E-Mail: text@musikergilde.at) Foto: Katharina Bregulla / pixelio.de |

Im April dieses Jahres hatte Bundesministerin Schmied im
Rahmen eines Pressegesprächs die rasche Novellierung des Urheberrechtes
angekündigt (buecher.at 