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24.09.2012

Klaus-Michael-Kühne-Preis 2012

Die Schriftstellerin Olga Grjasnowa (im Bild) erhält für ihr Romandebüt Der Russe ist einer, der Birken liebt (Hanser) den Klaus-Michael-Kühne-Preis des Harbour Front Literaturfestivals in Hamburg. Der mit 10.000 Euro dotierte Literaturpreis für den besten Debütroman 2012 wurde  in diesem Jahr zum dritten Mal ausgelobt und auf der Abschlussgala des Festivals am 22. September verliehen.

In der Begründung der Jury heißt es: „Die Autorin hat die Figur einer Dolmetscherin gewählt, um die Kategorie der Nationalität aufzulösen. Ihre Handlung bewegt sich von Baku über Frankfurt/Main nach Israel und Gaza, ohne jemals Gefahr zu laufen, der Nostalgie, dem Folklorismus oder der Wehklage der Exilierten zu erliegen. Die Erzählung wird getragen von Charme und unaufdringlicher Klugheit, obwohl es auch ein Buch über Trauer und Traumata ist. Nachdem es Olga Grjasnowa gelungen ist, mit Der Russe ist einer, der Birken liebt ein außerordentlich bemerkenswertes Debüt vorzulegen, soll der Klaus-Michael Kühne-Preis sie bei der Arbeit am nächsten Roman unterstützen.“

Mitglieder der Jury waren in diesem Jahr Oskar Piegsa (ZEIT Campus), Sebastian Hammelehle (SPIEGEL Online), Stephan Draf (Stern), Thomas Andre (Hamburger Abendblatt) und Stephan Lohr (NDR Kultur).

Mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis, der alljährlich vergeben wird, soll die Wichtigkeit und Bedeutung der jungen Literatur unterstrichen und die Arbeit junger AutorInnen gefördert werden. Insgesamt präsentierten sich in diesem Jahr acht AutorInnen in der Reihe „Debütantensalon“, um sich dem Wettbewerb zu stellen.

Mit ihrem Roman war Olga Grjasnowa auch auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2012 vertreten.

Foto: René Fietzek
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