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23.10.2012

Luchterhand lässt Vorwürfe der Bereicherung in der Nazi-Zeit aufarbeiten

Der Luchterhand Literaturverlag kündigt an, die Vorwürfe der Bereicherung in der Nazi-Zeit wissenschaftlich aufarbeiten lassen zu wollen. Für das Forschungsprojekt sei Siegfried Lokatis, Professor für Buchwissenschaft an der Universität Leipzig, gewonnen worden, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

In den kommenden zwei Jahren wird Lokatis, der als Kenner der Verlags- und Buchhandelsgeschichte der DDR und des Dritten Reichs gilt, im Rahmen eines Seminars seines Masterstudiengangs für Kommunikations- und Medienwissenschaft die wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte des Luchterhand Verlags in der NS-Zeit behandeln. 

Nach einem Bericht der Berliner Tageszeitung taz vom 11. August 2012 soll sich der Luchterhand Verlag, gegründet 1924 und Vorgänger des heutigen Luchterhand Literaturverlags, in sehr zweifelhafter Weise bereichert und von der Unterdrückungspolitik der Nationalsozialisten profitiert haben.

Verleger Georg Reuchlein hatte bereits im Zuge der taz-Recherchen mitgeteilt, dass dem Verlag sehr an einer rückhaltlosen und unabhängigen Aufarbeitung der Verlagsgeschichte in der NS-Zeit gelegen sei.
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