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31.10.2012Vorlesestudie 2012
Die neue Vorlesestudie „Digitale Angebote – neue Anreize für das
Vorlesen?“ der Wochenzeitung Die Zeit,
der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn wurde am 30. Oktober in Berlin vorgestellt.Untersucht wurde der Einfluss digitaler Medien wie Tablets, Smartphones oder E-Reader auf das Vorleseverhalten in deutschen Familien. Befragt wurden 500 Eltern mit mindestens einem Kind im Alter von zwei bis acht Jahren. Bisher nutzt jede siebte dieser Familien Bilder- und Kinderbuch-Apps. Die Ergebnisse Fast 90 Prozent aller befragten Eltern sagen, dass Bilder- und Kinderbuch-Apps eine tolle Ergänzung sind, das gedruckte Buch aber nicht ersetzen können. „Bücher sind fürs Kuscheln, Apps für die Bahnfahrt oder das Wartezimmer," erläutert Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn. Digitale Vorleseangebote bieten neue Möglichkeiten, Familien zu erreichen, bei denen das Lesen und Vorlesen einen geringeren Stellenwert hat. In den befragten Familien mit formal niedriger Bildung sind Smartphones und Tablets mit 74 und 27 Prozent ebenso verbreitet wie in den befragten Familien mit formal hoher Bildung (81 und 26 Prozent). Väter lesen deutlich seltener vor als Mütter, nutzen aber häufiger elektronische Medien. Die aktuelle Vorlesestudie zeigt, dass Väter, die bereits mit einem elektronischen Gerät und aus Büchern vorgelesen haben, etwa doppelt so häufig dem digitalen Angebot den Vorzug geben (40 Prozent gegenüber 23 Prozent). Bei den Müttern ist es umgekehrt (20 zu 45 Prozent). Rund die Hälfte der Befragten, die noch keine Apps zum Vorlesen nutzen, äußerte sich zurückhaltend im Hinblick auf eine zukünftige Nutzung. Zentraler Grund ist die mangelnde Erfahrung mit digitalen Angeboten. „Wir sehen, dass Eltern Orientierung und Beratung brauchen zur Einschätzung der Qualität und für die Nutzung von Apps“, so Jörg F. Maas. Der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen fasst zusammen: „Das Lesen und Vorlesen wird durch die Digitalisierung nicht sterben, sondern in neuen Kontexten erfahrbar werden und damit eine Chance für die Leseförderung bieten.“ Die Studie Die Vorlesestudie erscheint jährlich im Oktober. „Digitale Angebote – neue Anreize für das Vorlesen?“ ist die sechste Studie der Initiatoren, die sich mit dem „Vorleseland Deutschland“ auseinandersetzt. Nähere Informationen finden Sie hier. Foto: Fotostudio Richard Schuster |

Die neue Vorlesestudie „Digitale Angebote – neue Anreize für das
Vorlesen?“ der Wochenzeitung Die Zeit,
der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn wurde am 30. Oktober in Berlin vorgestellt.