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15.01.2013

GfK-Studie stützt Forderungen von „Kunst hat Recht.“

Die Initiative „Kunst hat Recht.“ reagierte heute auf erste Ergebnisse einer durch das Institut GfK im Dezember 2012 österreichweit durchgeführten Studie zur „Entwicklung des Digitalmarktes“. Diese belege, dass in Österreich urheberrechtlich geschützte Werke auf Festplatten gespeichert werden.

Demnach besitzen oder verwenden rund 6,2 Millionen Österreicherinnen und Österreicher PCs, Notebooks oder Tablets. Davon speichern knapp 6 Millionen Personen (oder 96 Prozent) urheberrechtlich geschützte Inhalte, wie Musik, Fotos, Texte oder Filme auf die Festplatten dieser Geräte. Die Angaben zur Anzahl der gespeicherten Daten (2.716 Musiktitel, 1.339 Fotos und Bilder, 317 Texte, 301 Filme und 91 Hörbücher) beziehen sich auf urheberrechtlich geschütztes Material.

Angesichts dieser Ergebnisse sieht sich die Initiative in ihrer Forderung nach einer Festplattenabgabe bestätigt. Gerhard Ruiss, Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren und Mitinitiator von „Kunst hat Recht“, kommentiert die Ergebnisse der Studie:

„Diese Studienergebnisse bestätigen einmal mehr, was wir seit langem sagen: Wie überfällig die Einführung der Festplattenabgabe endlich auch in Österreich ist. Sie ist auch für alle Konsumentinnen und Konsumenten die fairste Lösung, wenn ihnen diese Menge an Inhalten als Privatkopien für den jährlichen Gegenwert eines großen Braunen, nämlich 3 Euro pro Jahr - gemessen an der Lebensdauer einer Festplatte -, zur Verfügung steht:“

Laut österreichischem Urheberrechtsgesetz darf jede Privatperson urheberrechtlich geschützte Inhalte wie Musik, Film, Literatur oder Bilder zum eigenen oder privaten Gebrauch ohne konkrete Erlaubnis der Rechteinhaber kopieren. Als Vergütung erhalten diese die Einnahmen aus der „Urheberrechtsabgabe“ (URA), das sind die Leerkassettenvergütung und die Reprografievergütung. Die Privatkopie ist aber rechtlich an die URA gebunden und eine Nicht-Anpassung der technisch überholten Leerkassettenvergütung auf Festplatten führt seit Jahren nicht nur direkt zu einem dramatischen Einnahmenentgang der Kunstschaffenden, sondern letztlich auch zu einem Verlust dieses Rechtes.


Die Studie
Die GfK Austria-Studie „Entwicklung des Digitalmarktes“, wurde im Auftrag von IFPI Austria im Zeitraum vom 5. bis 14. Dezember 2012 durchgeführt (CAWI–Computer Assisted Web Interviewing). Die Studie ist mit 1.000 Befragten repräsentativ für die österreichische Bevölkerung (7.438.000 Personen ab 11 Jahren). Die Detailergebnisse der Studie werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.


Die Initiative „Kunst hat Recht.“
In der Initiative „Kunst hat Recht.“ haben sich etwa 2.700 Musiker, Autoren, Filmschaffende, bildende Künstler und Fotografen zusammengeschlossen, um auf den massiven Einkommensverlust durch die Missachtung des Urheberrechts im Internet aufmerksam zu machen.
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