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17.02.2010Petzner klagt Czernin wegen des Romans „Weiße Nacht“
Zu seiner Klage gegen den Czernin Verlag wegen
dessen Veröffentlichung von David Schalkos Roman Weiße Nacht hat
BZÖ-Generalsekretär Stefan Petzner den Ausschluss der Öffentlichkeit bei Verhandlung am 19. Februar
2010 (9.00 Uhr, Landesgericht Wien, Saal 304) beantragt - mit der Begründung, dass im Rahmen der Verhandlung „Tatsachen des höchstpersönlichen
Lebensbereiches des Antragstellers erörtert werden“. Die zuständige Richterin wird über
den Antrag bei Verhandlungsbeginn entscheiden.Seinen Entschädigungsanspruch für die angebliche öffentliche Bloßstellung durch das Buch untermauert Petzner in einer Replik mit der Begründung, die breite mediale Berichterstattung seit dem Einreichen der Klage habe den Buchverkauf und somit den Umsatz des Verlages gesteigert. Durch die inkriminierten Textstellen würde im Kern und zusammenfassend nichts anderes behauptet, „als dass der Antragsteller der Liebhaber und Sexualpartner von Dr. Jörg Haider gewesen wäre.“ Das sei „– wenn auch für vorliegendes Verfahren irrelevant nicht nur unwahr – eine typische Verletzung von § 7 MedienG.“ In einem Interview, das Petzner dem Bayerischen Rundfunk gegeben hat, gibt er an, „dass man hier so Praktiken, Methoden, wie hier vom Herrn Schalko angewendet, dass man denen einen Riegel vorschieben muss ... Weil hier meine persönliche Freiheit, meine Person geschädigt, bzw. meine Freiheit eingeschränkt wird. Das kann man als aufrechter Demokrat nicht zulassen. Man kann erst recht nicht zulassen, dass dieser Herr Schalko, der ein mieser Autor ist und bisher nur ein paar Seiten Klopapier verkauft hat, mit meinem Namen und mit meiner Geschichte, mit meinem politischen Agieren Kohle macht, auf gut Österreichisch gesagt. Das heißt, der schreibt ein Buch über den Petzner und erwartet sich dadurch, dass er reich wird.“ „Der Schalko hat natürlich genau so reagiert, wie ich das erwartet habe. Die Klage an die Medien gespielt und damit die Auflage des Buches gesteigert.“ „Kurz zusammengefasst, damit Sie es auch nicht lesen müssen, meine Damen und Herren, geht’s in dem Buch darum, dass versucht wird anhand von zwei Personen, so das persönliche Verhältnis zwischen einem bekannten Politiker und einem Mitarbeiter darzustellen. Das Ganze wird da in Verbindung gebracht mit – wie soll ich das formulieren – mit Mechanismen, mit Stilmitteln, die auch in der NS-Zeit angewandt worden sind. Da wird meine Person in dem Buch eben dargestellt. Teilweise mit sexuellen Anspielungen, die, wie gesagt, in meine Intimsphäre hineinreichen und das zieht sich durch das ganze Buch.“ |

Zu seiner Klage gegen den Czernin Verlag wegen
dessen Veröffentlichung von David Schalkos Roman 
