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18.02.2010

Neuer Plagiatsfall

Kurz nach den Plagiatsvorwürfen rund um Helene Hegemanns Axolotl Roadkill (Ullstein) wird ein neuer Fall von Plagiarismus bekannt: Ein Amazon-User macht auf Ähnlichkeiten zwischen Jens Lindners Debütroman Döner for one (Piper) und dem 1996 erschienen Einmal ist keinmal (Deutsch bei Goldmann) von Janet Evanovich aufmerksam. Das berichtete kürzlich buchmarkt.de.

In einer Stellungnahme gegenüber buchmarkt.de hält Piper-Verleger Marcel Hartges fest: "In Urheberrechtsfragen vertreten wir eine sehr entschiedene Position. Nachdem wir zu der Einschätzung gekommen waren, dass die Vorwürfe gegen Jens Lindner stichhaltig waren, haben wir das Buch sofort vom Markt genommen."

Der Autor hat auf seiner Homepage zu den Vorwürfen Stellung genommen. Unerwartet sei die Leseprobe, die er an eine Literaturagentur schickte, mit Interesse und der Aufforderung, das gesamte Manuskript einzusenden, beantwortet worden. Der Gesamtroman fehlte jedoch. „Im Stil der witzigen, rasanten Leseprobe weiter zu schreiben wäre kein Problem gewesen, aber einen Plot zu entwickeln, dazu hätte es Wochen oder gar Monate gebraucht, schließlich gehe ich einer Vollzeitbeschäftigung nach.“ Deshalb habe er Einmal ist keinmal „als Grundgerüst“ verwendet.

Lindner hat sich bei der Agentur, dem Verlag, den eigenen LeserInnen und denen von Janet Evanovich entschuldigt. Piper hat das Buch im Einvernehmen mit Goldmann vom Markt genommen.
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