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22.07.2010

Siegfried-Unseld-Preis 2010 an Sari Nusseibeh und Amos Oz

Der von der Siegfried-Unseld-Stiftung verliehene Siegfried-Unseld-Preis 2010 wird dem palästinensischen Autor Sari Nusseibeh und dem israelischen Autor Amos Oz zu gleichen Teilen zuerkannt.

„Sari Nusseibeh und Amos Oz loten in ihren literarischen Autobiografien Es war einmal ein Land. Ein Leben in Palästina (Antje Kunstmann) und Eine Geschichte von Liebe und Finsternis (Suhrkamp) das Leben im Israel und Palästina gemeinsamen historischen Raum aus. Die beiden Bücher erzählen, mit Blick über die Trennmauer hin zum anderen, die Geschichte des eigenen Volkes. Mit der Entscheidung für Sari Nusseibeh und Amos Oz wird zugleich das Engagement der Autoren für eine Versöhnung beider Nationen und eine dauerhafte gewaltlose Koexistenz zweier Staaten geehrt“, so in der Begründung der Jury.

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird seit 2004 alle zwei Jahre vergeben. Entsprechend der programmatischen Ausrichtung des von Siegfried Unseld über 40 Jahre als Verleger geleiteten Suhrkamp Verlags werden mit dem Preis SchriftstellerInnen wie WissenschaftlerInnen ausgezeichnet. 2004 erhielt Peter Handke den Preis, 2006 Inger Christensen und 2008 Bruno Latour.

Die Verleihung wird am 28. September, dem Geburtstag Siegfried Unselds, im Berliner Rathaus stattfinden.

Foto: Jerry Bauer / Suhrkamp Verlag
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