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26.07.2010

Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur 2009

Der schwedische Autor Per Olov Enquist hat den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 2009 erhalten.Die Preisverleihung fand am 25. Juli im Rahmen eines Festakts im Haus für Mozart in Salzburg statt.

Kulturministerin Claudia Schmied überreichte den Preis: "Ich freue mich sehr, dass ich Per Olov Enquist mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur auszeichnen darf. Genauigkeit und Meisterschaft zeichnen sein vielfältiges und reiches literarisches Oeuvre aus, das wie von leichter Hand geschrieben wirkt und die Leser auf einzigartige Weise in jene Geschichten involviert, die er als Grenzgänger zwischen Fiktion, Reportage, Essay und Autobiografie wie kein anderer zu erzählen weiß.
Als großer europäischer Geschichtenerzähler hat Per Olov Enquist dem sogenannten Dokumentarroman, dem historischen Roman, dem politischen Roman und mit seinem Erinnerungsbuch Ein anderes Leben der Autobiografie zu neuem Glanz verholfen und mit seinen Büchern weltweit ein breites Lesepublikum begeistert."

Der 1934 in Hjoggböle/Schweden geborene Romancier verfasste bereits während seines Studiums der Literaturwissenschaft Literaturkritiken und war als Fernsehmoderator tätig.
Unter dem Einfluss des damaligen französischen Nouveau Roman begann Per Olov Enquist schließlich zu schreiben; er debütierte im Herbst 1961 mit dem Roman Kristallögat. 1975 veröffentlichte er mit Die Nacht der Tribaden sein erstes Theaterstück, das in den folgenden Jahren in 30 Sprachen übersetzt und mehr als 300 Mal inszeniert wurde.
In deutscher Übersetzung erschienen zuletzt unter anderem Die Kartenzeichner sowie die Romane Lewis Reise, Das Buch von Blanche und Marie, Kapitän Nemos Bibliothek und sein autobiographisches Erinnerungsbuch Ein anderes Leben (alle Hanser).

Der mit 25.000 Euro dotierte Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur wird seit 1965 für das literarische Gesamtwerk einer europäischen Autorin bzw. eines europäischen Autors, das international besondere Beachtung gefunden hat, vergeben. Das Werk muss in deutschsprachiger Übersetzung vorliegen. Die Nominierung erfolgt durch eine Jury.

Foto: Aleksandra Pawloff
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