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26.07.2010

Heinrich Maria Ledig-Rowohlt–Preise 2010

Die Heinrich Maria Ledig-Rowohlt–Stiftung vergibt auch dieses Jahr im Rahmen der Frankfurter Buchmesse 2010 ihre ÜbersetzerInnenpreise. „Ausschließlicher und unmittelbarer Zweck der Stiftung ist die Förderung deutschsprachiger Literaturübersetzer“, so in der Satzung, weswegen herausragende Leistungen auf dem Gebiet der literarischen Übersetzung ausgezeichnet werden.

Der mit 15.000 Euro dotierte Heinrich Maria Ledig-Rowohlt–Preis geht in diesem Jahr an Hans-Christian Oeser (Foto) für sein gesamtes übersetzerisches Werk, das zahlreiche wichtige Bücher englischer und vor allem irischer AutorInnen wie etwa von Anne Enright, Ian McEwan, Dermot Healy und Maeve Brennan umfasst.

Christian Hansen wird mit dem Jane-Scatcherd-Preis für seine Übersetzungen aus dem Spanischen, insbesondere aber für seine Übertragung von Roberto Bolaños Roman 2666 (Hanser), der nicht zuletzt wegen seiner Sprachmächtigkeit als literarisches Ereignis gefeiert wurde, ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotiert Preis wurde 1995 ins Leben gerufen.

Den seit 1998 existenten Paul-Scheerbart-Preis erhält der Lyriker Jürgen Brôcan. Durch seine Übertragung des „demokratischen“ Lobgesangs auf Amerikas Aufbruch, Grasblätter (Hanser) von Walt Whitman, ist das Werk erstmals vollständig auf Deutsch vorhanden.

Unter dem Vorsitz des Verlegers Nikolaus Hansen, gehören die Übersetzerin Susanne Höbel, die Verlegerin Antje Kunstmann, der Chefredakteur des Magazins Cicero Michael Naumann und der Rowohlt-Cheflektor Thomas Überhoff der Jury an.

Foto: Doris Poklekowski
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