ISBN-Leitfaden

1978
Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.,
Frankfurt am Main
Verfasser:
ISBN-Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e. V.
Der Leitfaden baut auf dem
Handbuch der Standard Book Numbering Agency Ltd.,13 Bedford Square, London
W.C.1, und der ersten Auflage des ISBN-Leitfadens von 1970 auf.
Vorwort
In den
vergangenen 10 Jahren hat sich im Buchmarkt und im Bibliothekswesen viel
geändert. Der neue Leitfaden schreibt, gestützt auf internationale Erfolge,
fort, was für das Auf-dem-laufenden-Halten des ISBN-Systems notwendig ist. Als
Wichtigstes ist hier zu nennen:
die wachsende
Internationalität, die auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass die
Gruppenagenturen Deutschland, Östereich und deutschsprachige Schweiz gemeinsam
einen Leitfaden entwickelt haben.
Erweiterung der vom System erfassten
Verlagserzeugnisse (visuelle Medien, wie Microfiche, Transparente und Filme, die
als Lehrmittel eingesetzt werden, aber auch gemeinsam mit Verlagserzeugnissen
angebotene Tonträger).
Last not least galt es, die
Fortschritte in der Bestelltechnik über numerische Terminals einzubeziehen,
ebenso wie die Verwendung maschinell lesbarer ISBN in OCR-B-Schrift.
Die
übrigen Änderungen verarbeiten die vielen Fragen zu Einzelpunkten, versuchen
zunächst unscharf Formuliertes genauer zu fassen. Manche Kannvorschrift wurde so
zur Mußvorschrift. Bestellterminals und neue Bibliotheksregeln (RAK) erfordern
mehr Eindeutigkeit als die vielen einführungsbedingten »könnte,
sollte«-Formulierungen. Wie überall ist alles sachlicher geworden.
Die
vorliegende Neufassung des ISBN-Leitfadens bedeutet keine Änderung des bewährten
ISBN-Systems. Wer nicht täglich mit Fragen einer eindeutigen Titelidentifikation
in Bibliothek oder Buchhandel zu tun hat, wird das Neue kaum bemerken. Er sollte
sich vielmehr mit dem kurzen Merkblatt zufriedengeben und diesen Leitfaden
dorthin weiterleiten, wo er täglich für die Klärung von speziellen Fragen
gebraucht wird.
1 Vorbemerkung
Ende der 60er Jahre begann man in Europa und den USA, sich intensiv mit
Fragen einer einheitlichen Benummerung im Bereich des Buches zu beschäftigen. Im
deutschen Sprachraum konzentrierte man sich zunächst auf die einheitliche
Nummerngebung für Verlage und Buchhandlungen (Verkehrsnummer), in den USA und
Großbritannien legte man in enger Zusammenarbeit mit den Bibliotheken das
Schwergewicht auf die Entwicklung eines Identifizierungssystems für Bücher.
Auf der dritten Internationalen Arbeitstagung für Buchmarktforschung und
Rationalisierung im Buchhandel im November 1966 wurde über die internationalen
Bemühungen berichtet und eine weitere Zusammenarbeit vereinbart.
1968 griff
auch die International Organization for Standardization (ISO) das Problem der
Standard-Buchnummer auf. Im Rahmen des Technical Committee 46 (TC 46,
Documentation) wurde eine Arbeitsgruppe, die Working Group No.1 (WG 1),
gebildet, der auch deutschsprachige Vertreter angehörten. Ein
anglo-amerikanischer Vorschlag wurde zur Grundlage des Entwurfes für
"International Standard Booknumbering". Seit 1972 ist das System als
International Standard ISO 2108-1972 genormt. Das internationale
Standard-Buchnummern-System wurde im November 1971 zur Deutschen Norm (DIN
1462), die entsprechende österreichische Norm (ÖNORM A 2651) stammt vom Dezember
1975.
2 Begriff und Zusammensetzung der ISBN
2.1 Die ISBN und ihre
Funktion
Die Internationale Standard-Buchnummer kennzeichnet in aller
Welt als kurzes und eindeutiges, auch maschinenlesbares Identifikationsmerkmal
jedes Buch unverwechselbar. Die ISBN begleitet das Verlagserzeugnis von seiner
Herstellung an und ist ein wesentliches Instrument zeitgerechter
Rationalisierungsmöglichkeiten im Buchhandel.
Eine gleich wichtige Funktion
erfüllt die ISBN auch für die Bibliotheken und Dokumentationsstellen, z.B. beim
Titelnachweis, bei der Akzession und in der interbibliothekarischen
Zusammenarbeit auch über Landesgrenzen hinweg.
Um nicht die Buchproduktion
der Welt zentral benummern zu müssen und um andererseits Doppelbenummerung zu
vermeiden, wurde die 10stellige Nummer in vier Teile aufgegliedert, die entweder
durch Bindestrich oder Zwischenraum voneinander abzugrenzen sind.
Teil 1 - Gruppennummer für
nationale, geographische, Sprach- oder ähnliche Gruppen.
Teil 2 -
Verlagsnummer für den einzelnen Verlag innerhalb einer Gruppe.
Teil 3 -
Titelnummer für das einzelne Buch des in Teil 2 bezeichneten Verlages.
Teil
4 - Prüfziffer
Eine ISBN sieht also folgendermaßen aus:
ISBN
3-540-08505-3
Eine unstrukturierte
Darstellung der 10stelligen Nummer ist unzulässig. Eine Nummer im ISBN-Format
ohne die zusätzlichen Buchstaben ISBN gilt nicht als Internationale
Standard-Buchnummer.
Die Stellenzahl der Teile 1, 2 und 3 ist variabel: Bei
der Gruppen- und Verlagsnummer richtet sie sich nach dem Umfang der
Verlagsproduktion der Gruppe bzw. des Verlages. Je höher die Titelproduktion,
desto weniger Stellen hat die Gruppen- bzw. die Verlagsnummer.
2.2 Die Gruppennummer
Innerhalb des ISBN-Systems wird die Gruppe 3 von der Bundesrepublik
Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz gebildet.
2.3 Die Verlagsnummer
Als Bestandteil der ISBN bezeichnet die Verlagsnummer den Verleger eines
Buches.
2.4 Die Titelnummer
(Einzelnummer der Veröffentlichung)
Die Titelnummer bezeichnet innerhalb des
durch die Verlagsnummer identifizierten Verlages den einzelnen Artikel.
Verantwortlich für die sachgerechte Verwendung der ISBN ist der Verlag
selbst. Er hat dafür Sorge zu tragen, daß entsprechend der Bedeutung dieser
Aufgabe eine qualifizierte Stelle (evtl. auch ein Dienstleistungsunternehmen)
für die Zusammenstellung und Verwaltung der ISBN des Verlages verantwortlich
ist. Er hat die dafür notwendigen organisatorischen und kontrollierenden
Maßnahmen zu treffen.
Zur Benummerung stehen
den Verlagen zur Verfügung:
bei 3stelliger Verlagsnummer 100000 Titelnummern
Beispiel: 3-432-00001-4 bis 3-432-99999-2
bei 4stelliger
Verlagsnummer 10000 Titelnummern
Beispiel: 3-7609-0001-1 bis 3-7609-9999-9
bei 5stelliger Verlagsnummer 1000 Titelnummern
Beispiel
3-87042-001-4 bis 3-87042-999-2
usw.
2.5 Die Prüfziffer
Der vierte Teil der ISBN ist die Prüfziffer. Sie ist immer einstellig.
Die durch einen arithmetischen Prozeß ermittelte Prüfziffer übt,
insbesonders bei der Verwendung von Computern, eine Kontrollfunktion im Hinblick
auf die Richtigkeit der Zahlenfolge einer ISBN aus.
Die Prüfziffer der ISBN
wird auf der Basis des Modulus 11 mit der Gewichtung 10 bis 2 berechnet, d.h.
die erste Ziffer der ISBN wird mit 10 multipliziert ("gewichtet"), die zweite
mit 9, die dritte mit 8 usw. Die Prüfziffer wird nun so bestimmt, daß die Summe
dieser Produkte plus der Prüfziffer ohne Rest durch 11 teilbar ist. Dabei wird
anstelle der rechnerisch möglichen 2stelligen Prüfziffer 10 der Buchstabe X
eingesetzt.
Beispiel:
ISBN 3 - 7 6 0 9 - 4 0 1 2 - 9
Gewichte 10 - 9
8 7 6 - 5 4 3 2
Produkte 30+ 63+ 48+ 0+ 54+ 20+ 0+ 3+ 4+ 9
Die Gesamtsumme aus
Produkten und Prüfziffer ist 231 und damit ohne Rest durch 11 teilbar. Ist die
Summe der Produkte selbst durch 11 teilbar, ist die Prüfziffer = 0.
Zur
Benummerung der Verlagserzeugnisse mit ISBN unter Berücksichtigung der
Prüfziffer liefert die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH
Listen aller der dem einzelnen Verlag zur Verfügung stehenden ISBN gegen
Berechnung.
3 Allgemeine Grundsätze, die bei der Benummerung von
Verlagserzeugnissen zu beachten sind
3.1 Grundsätze der
ISBN-Verwendung durch den Verlag
Da die ISBN ein Instrument zur
Vereinfachung, insbesondere des Bestell- und Rechnungswesens auch durch
Terminals ist, muss grundsätzlich jedes als Einheit angebotene Verlagserzeugnis
auch eine eigene ISBN erhalten.
Um die Identifikationsfunktion der ISBN auch
für Bibliotheken zu gewährleisten darf eine einmal vergebene ISBN nicht ein
zweites Mal für ein vom Markt her gesehen anderes Buch verwendet werden. Das
gilt auch für die ISBN von vergriffenen Büchern.
Das ISBN-System verlangt
zwingend bei jeder neuen, veränderten Auflage eines Verlagserzeugnisses eine
neue ISBN.
Die ISBN darf als Identifikationsnummer nicht mit einer
zusätzlichen Systematik, dekadischen Klassifizierung oder Statistikfunktion
belegt werden. Langjährige internationale Erfahrungen in der Nummerungstechnik
haben gezeigt, dass derartige Systeme nur kurzfristig aufrechtzuerhalten sind.
Der den Verlagen zur Verfügung stehende Titelnummernteil kann mit einem
bereits eingeführten Nummernsystem ausgefüllt werden, soweit die Stellenzahl
ausreicht. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass die Gesamtstellenzahl der
ISBN stets 10 Stellen beträgt. Fehlende Stellen sind mit Nullen aufzufüllen.
Um die Aufnahme in zusammenfassenden Nachschlagewerken (Verzeichnis
lieferbarer Bücher u. ä.) zu ermöglichen, müssen alle Bücher eine ISBN erhalten,
also auch bereits vorliegende Bücher. In diese Bücher kann zwar die ISBN nicht
eingedruckt werden, wohl aber kann die ISBN in den Verlagsverzeichnissen, in
Katalogen und auf Werbemitteln jeder Art bei dem jeweiligen Titel angegeben
werden. Erscheint das Buch dann in unveränderter Neuauflage, so ist die ISBN
einzudrucken, erscheint es in veränderter Auflage, so ist eine neue ISBN zu
vergeben und einzudrucken.
3.2 Pflichten des
Verlages
Der Verlag ist verantwortlich für den fehlerlosen Eindruck der
richtigen, gültigen ISBN in das jeweilige Verlagserzeugnis. Er hat dazu die
notwendigen Kontrollen vor Druckbeginn durchzuführen. Bei Bekanntwerden einer
unrichtigen ISBN in einem Verlagserzeugnis, die zu Mißverständnissen führen
kann, hat der Verlag alle in seiner Macht stehenden Maßnahmen zu ergreifen, um
eine Berichtigung durchzuführen und die interessierten Stellen zu informieren.
Übernimmt ein Verlag von einem anderen Verlag die gesamte Produktion oder
Teile davon und verändert er dabei auf dem Titelblatt die bisherige
Verlagsbezeichnung dieser Bücher, so muss er jeweils eine neue ISBN für dieses
Erzeugnis vergeben. Er hat dabei für eine entsprechende Publizität der
Verknüpfung: alte ISBN - neue ISBN zu sorgen und für einen gewissen
Übergangszeitraum in seinen Ankündigungen beide Nummern zu verwenden.
4 Abgrenzung und Begriffsbestimmungen
4.1 Definition Verlag
AIs Verlag im Sinne des ISBN-Systems gilt jede natürliche oder juristische
Person privaten oder öffentlichen Rechts, die Bücher verlegt, gleichgültig ob
diese gegen Entgelt oder kostenlos abgegeben werden.
4.2 Definition Buch
Verlagserzeugnisse im Sinne des ISBN-Systems sind in den einzelnen Ländern
und Sprachgebieten der Gruppe 3 veröffentlichte:
Druckwerke, die nach
Gesetz, Verordnung oder anderer Regeln an die nationale, für die jeweilige
Gesamtbibliographie verantwortliche Bibliothek (Nationalbibliothek) abgeliefert
werden müssen;
Medien, die nicht gedruckt,
sondern in anderer visuell erfaßbarer Form hergestellt sind (z.B. Mikrofilm),
Videobänder oder Filme, die als Lehrmittel vertrieben werden;
Tonträger, die als
Ergänzung zu Verlagszeugnissen gedacht sind und mit diesen als Einheit angeboten
werden;
Atlanten und
Publikationen in
Blindenschrift.
Generell ausgenommen sind,
da eigene Nummerungssysteme bestehen bzw. in Vorbereitung sind:
Musiknoten
Zeitungen und Zeitschriften
Zeitschriftenartige Reihen
und Serien
Karten und Globen.
Nicht als Verlagserzeugnisse
im Sinne des ISBN-Systems gelten ferner:
Sonderdrucke aus
Zeitschriften und aus Festschriften u. ä., sofern es keine selbständigen
Verlagserzeugnisse sind;
Kunstblätter und
Kunstmappen ohne Titelblatt und Text;
Veröffentlichungen, die
lediglich Werbezwecken dienen, wie Verkaufskataloge einzelner Firmen des Buch-
und Kunsthandels ohne bibliographischen Wert, sämtliche Verkaufskataloge und
Preislisten sonstiger Einzelfirmen, Prospekte, Betriebsanleitungen,
Bedienungsanweisungen und Werbeschriften;
Plakate, Wandzeitungen und
Flugblätter;
Programme von Theater-,
Musik- und sonstigen Veranstaltungen sowie Listen von Ausstellungsstücken ohne
weiteren Text;
Lehr- und Arbeitspläne von
Schulen und Volkshochschulen, Referenten- und Schulungsmaterial mit
Manuskriptcharakter;
Allgemeine Taschenkalender
(Notizkalender);
Vordrucke, Formulare,
Eintragungsbücher, Malbücher und Diarien.
4.3 Abgrenzung der
ISBN gegenüber fortlaufenden Sammelwerken
Zur Titelidentifizierung von
fortlaufenden Sammelwerken, d.s. Veröffentlichungen, die keinen von vornherein
geplanten Abschluss haben und in aufeinander folgenden Teilen (Hefte, Bände,
Jahrgänge) erscheinen (Zeitschriften, zeitschriftenartige Reihen,
Schriftenreihen, Zeitungen) wurde ebenfalls von ISO/TC 46 - WG 1 die
"International Standard Serial Number" (ISSN) entwickelt. Abgeleitet von der
Internationalen Norm ISO 3297 regelt DIN 1430 (Internationale Standardnummer für
fortlaufende Sammelwerke (ISSN)) die Bennummerung von Sammelwerken. Die Vergabe
bzw. Kontrolle sowie die Verwaltung der ISSN ist abweichend vom ISBN-System
zentral in Form des International Serials Data System (ISDS) organisiert.
Zuständig für alle Fragen im Zusammenhang mit der ISSN ist
das
CIEPS-ISSN International Centre
45 rue de Turbigo
75003 Paris
FRANCE
Tel.: +33 1 44 88 22 20
Fax: +33 1 40 26 32 43
E-Mail: issnic@issn.org
www.issn.org
Zeitschriften sind
fortlaufende Sammelwerke, die im allgemeinen öfter als einmal jährlich, mehr
oder weniger regelmäßig auf unbegrenzte Zeit erscheinen und deren einzelne Hefte
meist mehrere Beiträge enthalten. Sie erhalten weder als Gesamtheit noch für die
einzelnen Hefte eine ISBN. Dasselbe gilt für fortlaufende Beilagen zu
Zeitschriften. Einzelne Beilagen können dagegen eine ISBN erhalten.
Zeitschriftenartige Reihen sind Veröffentlichungen, die einmal jährlich oder
seltener mehr oder weniger regelmäßig auf unbegrenzte Zeit erscheinen. Die
einzelnen Stücke einer zeitschriftenartigen Reihe enthalten im allgemeinen
mehrere Beiträge (z. B. Jahrbücher), einen Bericht (z. B. Jahresberichte) oder
eine Datensammlung (z. B. Adressbücher).
Zeitschriftenartige Reihen
enthalten als Gesamtheit keine ISBN. Die einzelnen Stücke einer
zeitschriftenartigen Reihe können jeweils eine ISBN erhalten, sofern sie einzeln
beziehbar sind.
Schriftenreihen sind Veröffentlichungen, deren Einzelstücke
monographischen Charakter haben und zwanglos in fortlaufender, unbegrenzter
Folge erscheinen.
Schriftenreihen erhalten als Gesamtheit keine ISBN. Die
einzelnen Stücke einer Schriftenreihe erhalten dagegen jeweils eine ISBN.
4.4 Auflage
Unter
einer Auflage wird die Gesamtzahl der auf einmal hergestellten Exemplare einer
Veröffentlichung verstanden.
Keine neue ISBN erhält eine neue Auflage, die
gegenüber der vorhergehenden Auflage mit Titel, Text oder Abbildungen
unverändert ist (z. B. beim Nachdruck vom gleichen Druckträger). Eine neue ISBN
muss vergeben werden, wenn eine neue Auflage mit Titel, Text oder Abbildungen
gegenüber der vorhergehenden Auflage verändert wird.
Preiskorrekturen haben
keinerlei Einfluss auf die ISBN, falls nicht mit der Preisänderung eine
veränderte Auflage verbunden ist. Ein und dieselbe Ausgabe oder Auflage eines
Buches mit verschiedenen Preisen (Vorzugspreis, Subskriptionspreis,
Abonnentenpreis) erhält nur eine ISBN.
4.5 Reprints
Als
Reprints werden fotomechanische Nachdrucke seit längerer Zeit nicht mehr
lieferbarer Veröffentlichungen verstanden, die entweder vom Originalverleger,
häufiger jedoch von sogenannten Reprint-Verlagen hergestellt werden. Falls ein
neues Impressum verwendet wird, erhalten diese Reprints eine ISBN des
Reprint-Verlages.
4.6 Ausgabe
Erscheint in einem Verlag bei sonst gleichem Inhalt eine
Veröffentlichung mit unterschiedlichen qualitativen und (oder) formalen
Merkmalen, so erhält jede dieser Ausgaben eine eigene ISBN.
Folgende
Beispiele unterschiedlicher Ausgaben erfordern jeweils eine eigene ISBN:
flexible Dünndruck-Ausgabe und fest gebundene Normalausgabe
Schullektüre
in einer 9-Punkt-Schrift und Sonderausgabe für Sehbehinderte in einer
16-Punkt-Schrift
einseitig und zweiseitig bedruckte Ausgabe
mehrere
Einbandarten, z B. Leinen. Halbleder, Leder
mehrere Medienarten, z. B.
Druckwerk, Mikrofilm.
4.7
Loseblattausgaben
Erscheint eine Veröffentlichung als Loseblattausgabe,
so erhält die Loseblattausgabe als Gesamtheit keine ISBN, sondern eine ISSN.
Eine ISBN darf nur vergeben werden, um eine Loseblattausgabe einer
bestimmten Auflage oder eines bestimmten Standes zu kennzeichnen. Ebenso
erhalten separat beziehbare Lieferungen von Loseblattausgaben jeweils eine ISBN.
Bücher, die in Lieferungen erscheinen oder deren Blätter nur aus
einbandtechnischen Gründen nicht fest miteinander verbunden sind, ohne zum
Einlegen bzw. Austausch schon vorhandener Blätter zu dienen, gelten nicht als
Loseblattausgaben.
Diese Bücher und, falls erforderlich, auch die einzelnen
Lieferungen werden in der üblichen Weise mit einer ISBN versehen.
4.8 Zusammenarbeit von
Verlagen, Verlage mit mehreren Ortssitzen
Bei der Zusammenarbeit von
Verlagen sind für die Vergabe von ISBN die im Buch - in der Regel auf dem
Titelblatt eingedruckten Verlagsangaben maßgeblich:
Wird die gesamte Auflage
mit nur einem Titelblatt vertrieben, auf dem nur ein Verlag genannt ist, erhält
das Buch nur die ISBN des genannten Verlages.
Wird die gesamte Auflage mit
nur einem Titelblatt vertrieben, auf dem mehrere Verlage genannt sind, werden
dem Verlagserzeugnis die verschiedenen ISBN der beteiligten Verlage zugeteilt.
Werden Teile der Auflage mit verschiedenen Titelblättern vertrieben, auf
denen jeweils nur ein Verlag oder ein Teil der beteiligten Verlage genannt ist,
so erhält jede Teilauflage die ISBN des auf dem Titelblatt genannten Verlages.
Diese Regelungen gelten auch dann, wenn die beteiligten Verlage in
verschiedenen Ländern tätig sind oder ein Verlag bzw. eine Verlagsgruppe in
verschiedenen Ländern ansässig ist.
Vertriebsregelungen, z. B.
Alleinvertriebsvereinbarungen für bestimmte Gebiete, sind für die ISBN-Vergabe
ohne Bedeutung. Das Buch trägt die ISBN des im Impressum genannten Verlages.
Beispiel: Ein Buch mit niederländischer ISBN muss also in der Bundesrepublik
Deutschland von einem deutschen Verlag als Originalausgabe unter der
niederländischen ISBN vertrieben werden.
Für ein Buch, das aus einem
Land stammt, das sich bisher dem ISBN-System noch nicht angeschlossen hat, kann
durch den Verlag, der die Betreuung übernommen hat, eine ISBN vergeben werden,
sofern diese Firma im Impressum genannt ist.
5 Eindruck und
Veröffentlichung der ISBN
5.1 Angabe der ISBN im
Buch selbst
Um die internationale Buchproduktion in möglichst weitem
Rahmen durch eine einheitliche Nummernvergabe kenntlich und optimal
identifizierbar zu machen, ist es erforderlich, die ISBN auf allen in Betracht
kommenden Publikationen anzugeben. Das heißt, daß im allgemeinen der Verleger,
und zwar der Verleger im Sinne des ISBN-Systems, die ISBN selbst zusammenstellen
und in seine Veröffentlichung eindrucken muß.
Die ISBN gehört zu den
Standardangaben in jedem Buch bzw. in jeder veränderten Auflage oder Ausgabe
eines Buches.
Die Größe der für die ISBN verwendeten Drucktypen darf nicht
weniger als 9 Punkt (= 3,38 mm) betragen.
Die ISBN muß gedruckt
werden:
auf der Titelrückseite
oder, falls dies nicht möglich ist,
am Fuß der Titelseite
selbst oder, falls auch dies nicht möglich ist,
an einer anderen
auffälligen Stelle des Buches.
Zusätzlich muß die ISBN
außen auf dem Buch erscheinen, und zwar in erster Linie
am Fuß der hinteren
Einband-, Umschlag- oder Schutzumschlagseite,
falls dies nicht möglich
ist,
an anderer auffälliger
Stelle der Außenseite des Buches.
Die Angabe auf der
Außenseite des Buches, eventuell auch auf Schubern oder Einschlagpapieren, ist
besonders für den Vertrieb wichtig.
5.2 Angabe mehrerer ISBN
in einem Buch
Die Angabe mehrerer ISBN ist in folgenden Fällen
erforderlich:
5.2.1 Verschiedene
Ausgaben oder Bindearten
Wenn ein Buch in verschiedenen Ausgaben oder
Bindearten erscheint, ist die ISBN jeder Ausgabe bzw. Bindeart mit erläuterndem
Zusatz anzugeben.
Beispiel: ISBN 3-17-071134-2 (Ln)
ISBN 3-17-071135-0
(Hld)
5.2.2 Mehrbändige
Werke
Bei mehrbändigen Werken mit einer begrenzten Anzahl von Einheiten
(z. B. einer dreibändigen Gesamtausgabe eines Werkes), die eine ISBN für das
Gesamtwerk und jeweils eine ISBN für jeden Einzelband erhalten haben, ist in
jedem Einzelband neben der für diesen Band zutreffenden ISBN auch die ISBN für
das Gesamtwerk anzugeben. Beide Nummern müssen einen erläuternden Zusatz
erhalten.
Beispiel: ISBN 3-601-00021-0 (Gesamtausgabe)
ISBN
3-601-00022-9 (Band 1)
Es muß ferner in jedem Band
auf die ISBN der übrigen Bände mit erläuterndem Zusatz hingewiesen werden.
Beispiel: ISBN 3-601-00021-0 (Gesamtausgabe)
ISBN 3-601-00022-9 (Band 1)
ISBN 3-601-00023-7 (Band 2)
ISBN 3-601-00024-5 (Band 3)
5.2.3 Veränderte
Auflage
Bei einer veränderten Auflage mit neuer ISBN ist auf die ISBN
der vorhergehenden Auflage mit entsprechender Erläuterung hinzuweisen. Erschien
die vorhergehende Auflage in verschiedenen Ausgaben bzw. Bindearten, dann sind
die Standard-Buchnummern aller Ausgaben bzw. Bindearten der vorhergehenden
Auflage mit entsprechenden Erläuterungen anzugeben.
Werden auf der
Titelrückseite Vorauflagen einer Veröffentlichung aufgeführt, so ist die
Standard-Buchnummer mit anzugeben.
Beispiel: ISBN 3-89411-029-5 2. neubearb.
und erw. Aufl.
(ISBN 3-89411-007-4 Erstausgabe)
5.2.4 Übergang eines
Buches in einen anderen Verlag
Ist ein Buch in einen anderen Verlag
übergegangen und hat es ohne sonstige Veränderungen nur ein anderes Impressum
und damit eine andere ISBN erhalten, z. B. bei einem Reprint, so ist die
Standard-Buchnummer des alten Verlages für das betreffende Buch mit
entsprechender Erläuterung anzugeben.
Beispiel: ISBN 3-666-00123-8
(früher erschienen im XX-Verlag ISBN 3-8420-0091-X)
5.2.5 Lizenzausgaben
Bei Lizenzausgaben (z. B. Taschenbüchern, Buchgemeinschaftsausgaben usw.)
ist die Standard-Buchnummer der zugrunde liegenden Ausgabe des Lizenzgebers mit
entsprechender Erläuterung anzugeben.
Beispiel: XY-Verlag: ISBN
3-8302-0230-X
Lizenzausgabe des ZZ-Verlages: ISBN 3-8411-0034-1
5.2.6
Übersetzungen
Bei Übersetzungen ist die Standard-Buchnummer der
Originalausgabe, die der Übersetzung zugrunde lag, mit entsprechender
Erläuterung anzugeben.
Beispiel: ISBN 3-611-00112-0
Originalausgabe:
ISBN 0-571-09898-3
AB-Verlag New York
5.2.7
Parallelausgaben
Bei Parallelausgaben, d. h. Ausgaben in verschiedenen,
gleichberechtigten Sprachfassungen (z. B. bei Veröffentlichungen internationaler
Organisationen), sind die Standard-Buchnummern sämtlicher Parallelausgaben mit
entsprechender Erläuterung anzugeben.
Beispiel: ISBN 3-7770-1234-3
Englische Ausgabe: ISBN 0-571-07350-6
NN-Verlag London
Niederländ.
Ausgabe: ISBN 90-70002-34-5
RZ-Verlag Amsterdam
5.2.8 Herausgabe eines
Buches durch mehrere Verlage
Bei Büchern, die ein Verlag mit einem oder
mehreren anderen Verlagen gemeinsam herausgegeben hat, die aber jeweils mit
verschiedenen Titelblättern erscheinen, ist auf die ISBN des inhaltlich
identischen Buches des anderen Verlages bzw. der anderen Verlage mit
entsprechender Erläuterung hinzuweisen. Ebenso ist zu verfahren im Falle einer
geteilten Auflage, d. h. wenn ein Buch von zwei Verlagen mit jeweils eigener
Titelseite vertrieben wird.
Beispiel: ISBN 3-8120-0199-3
auch erschienen
bei Verlag XX: ISBN 3-88103-087-5
5.3 Angabe der ISBN
in Bibliographien, Katalogen und Werbemitteln
5.3.1 Die ISBN in
Bibliographien und Katalogen
Die ISBN ist in allen nationalen, Handels-
und Fachbibliographien sowie in gedruckten Buchhandels- und Bibliothekskatalogen
an so deutlich hervorgehobener Stelle anzugeben, daß Verwechslungen mit anderen
Nummernangaben ausgeschlossen sind. Die ISBN soll immer in ihrer vollen
zehnstelligen Form angeführt werden. Auch den Bibliotheken mit Zettelkatalogen
wird empfohlen, nach diesem Prinzip zu verfahren (gemäß den "Regeln für die
alphabetische Katalogisierung RAK", §§ 167 und 168).
Die Deutsche Bibliothek
verzeichnet in der von ihr herausgegebenen "Deutschen Bibliographie" die
Standard-Buchnummern zusammen mit der unter der Titelaufnahme eines Buches
gemachten Angabe von Einbandart und Preis, und zwar sowohl im Wöchentlichen
Verzeichnis wie auch in den kumulierenden Halbjahres- und
Mehrjahresverzeichnissen.
Beispiel: Lenz, Siegfried:
Heimatmuseum: Roman
/ Siegfried Lenz. -1.-100. Tsd. -
Hamburg: Hoffmann und Campe,1978. - 656
S.; 21 cm
ISBN 3-455-04222-8 Lw.: DM 35,00
Das jährlich im Frühherbst
(mit einem Ergänzungsband im Frühjahr) vorgelegte "Verzeichnis lieferbarer
Bücher" (VLB) erscheint im Verlag MVB Marketing- und Verlagsservice des
Buchhandels GmbH. Grundlage des Titeleintrages ist die ISBN. Über die
lieferbaren Titel hinaus sind in der VLB-Titeldatenbank auch noch nicht mehr
lieferbare oder nicht im Handel befindliche Titel mit ISBN der Gruppe 3
archiviert. Die VLB-Titeldatenbank erfüllt die Aufgaben des ISBN-Registers.
5.3.2 Die ISBN auf
Werbemitteln eines Verlages
Auf allen Werbeanzeigen, Prospekten,
Titelzusammenstellungen, Informationsbroschüren, Anzeigen etc. soll die ISBN
unmittelbar im Zusammenhang mit dem jeweiligen Titel der Buchankündigungen
erscheinen. Es ist notwendig, daß immer alle 10 Stellen der ISBN angegeben
werden, weil sonst Schwierigkeiten bei der Prüfziffernkontrolle auftreten, das
gilt besonders für führende und angehängte Nullen.
Werden in Werbemitteln
eines Verlages Verlagserzeugnisse im Sinne des ISBN-Systems gemeinsam mit
anderen Artikeln des Buchhandels angezeigt, so ist es notwendig, daß die Nummern
der mit einer ISBN versehenen Artikel durch das Hinzufügen der Bezeichnung ISBN
deutlich als Standard-Buchnummern gekennzeichnet werden. Nur wenn ausschließlich
Verlagserzeugnisse im Sinne des ISBN-Systems in einem Katalog enthalten sind,
ist es zulässig, an auffallender Stelle auf jeder Seite darauf hinzuweisen, daß es sich bei allen zehnstelligen Nummernkennzeichnungen um ISBN handelt.
Es
empfiehlt sich, Katalogen und ähnlichen Zusammenfassungen ein ISBN-Register
anzufügen. In diesem Register muß die ISBN mit allen 10 Stellen ausgeführt
werden.
6 Verwaltung der ISBN
6.1 Internationale
Standard-Buchnummern-Agentur
Das inzwischen weltweit verbreitete
ISBN-System bedarf der Koordination. Diese Aufgabe wird international
wahrgenommen von der Internationale ISBN-Agentur, Staatsbibliothek Preußischer
Kulturbesitz, Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin, Tel.: (0049 30) 266 23 38, Fax
266 23 78
Die lnternationale ISBN-Agentur hat ein Advisory Panel, in dem die
ISO, die International Publishers Association (IPA) und die International
Federation of Library Associations (IFLA) vertreten sind. Erweiterungen oder
Änderungen des ISBN-Systems werden vom Advisory Panel beschlossen.
Zu den Aufgaben der
Internationalen ISBN-Agentur gehören:
Die Zuteilung und
Registrierung der Gruppennummern. In diesem Zusammenhang berät die
Internationale ISBN-Agentur interessierte Gruppen bei der Gründung und
Verwaltung der Gruppenagenturen.
Die Werbung für das
ISBN-System. Für diesen Zweck stellt die Internationale ISBN-Agentur
Informationsmaterial zur Verfügung und gibt die Zeitschrift "ISBN review" heraus, die zu einem intensiveren Informations- und Meinungsaustausch aller
gegenwärtigen und zukünftigen Nutzer des ISBN-Systems beitragen soll.
Die Kontrolle des
Gesamtsystems. Der internationale Leitfaden
("The ISBN System. Users
Manual.") regelt die Anwendung des ISBN-Systems international verbindlich.
Die Überprüfung der
Möglichkeiten einer Erweiterung des Systems
(z. B. Benummerung von
non-book-Materialien mit ISBN).
Die Herstellung des
Internationalen ISBN-Verlagsregisters.
6.2 Agenturen in den
Gruppenbereichen
In den Gruppenbereichen obliegt die Verwaltung der ISBN
den jeweiligen Erfordernissen entsprechend einer oder mehreren
Gruppen-Standard-Buchnummern-Agenturen.
Auf der Basis einer Vereinbarung
zwischen dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. und der Deutschen
Bibliothek übernimmt im Rahmen der Gruppe 3 die Aufgaben einer Gruppen-Agentur
für die Bundesrepublik Deutschland die Standard-Buchnummernverwaltung der MVB
Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH in 60311 Frankfurt am Main,
Großer Hirschgraben 17-21,
für Österreich der Hauptverband des
Österreichischen Buchhandels, Grünangergasse 4, A-1010 Wien,
und für die
Schweiz der Schweizerische Buchhändler- und Verleger-Verband, Adlerstr. 40,
CH-8034 Zürich.
6.3 Aufgaben der
Österreichischen ISBN Agentur
Die österreichische ISBN-Agentur übernimmt
im einzelnen folgende Aufgaben:
6.3.1 Vergabe von
Verlagsnummern
Die Österreichische ISBN Agentur vergibt Verlagsnummern
im Sinne des ISBN-Systems an alle in das Adreßbuch des Österreichischen
Buchhandels aufgenommenen und noch aufzunehmenden Verlage.
Sie vergibt
darüber hinaus auf Antrag auch Verlagsnummern an verlegerisch tätige
Institutionen, die auf Grund der Ablieferungsbestimmungen an die Deutsche
Bibliothek bzw. die Nationalbibliothek, Wien, ihre Verlagserzeugnisse abliefern.
Die Agentur übersendet diesen Verlagen ein Antragsformular und das
erforderliche Informationsmaterial.
6.3.2 Führung von
Registern
Die Österreichische ISBN Agentur führt Register aller
vergebenen Verlagsnummern in numerischer und firmenalphabetischer Reihenfolge.
In diesen Registern werden durch einen laufenden Änderungsdienst alle relevanten
Verlagsveränderungen erfaßt.
6.3.3 Führung eines
ISBN-Registers
Die Österreichische ISBN Agentur führt ferner in
geeigneter Form ein Register aller ISBN.
6.3.4 Kontrolle der ISBN
Die deutsche Standard-Buchnummernverwaltung prüft in Zusammenarbeit mit
der Österreichischen ISBN-Agentur die bekanntwerdenden ISBN auf formale
Zulässigkeit. Werden Fehler festgestellt, benachrichtigt die österreichische
Agentur.
6.3.5 Veröffentlichung
ungültiger ISBN
Falsche und sich widersprechende ISBN müssen vom
Verursacher in geeigneter Form veröffentlicht werden.
6.3.6 Förderung des
ISBN-Systems
Die Österreichische ISBN Agentur wird die Weiterentwicklung
des ISBN-Systems mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln fördern.
6.3.7 Zusammenarbeit mit
der Internationalen Standard-Buchnummern-Agentur und anderen
Gruppen-Agenturen
Die deutschen Standard-Buchnummernverwaltung sind für
die Zusammenarbeit mit der Internationalen Standard-Buchnummern-Agentur und den
anderen Gruppen-Agenturen zuständig.