De Winter, Leon
Hass oder Liebe

In seinem Roman Das Recht auf Rückkehr (Diogenes) spannt
der niederländische Autor Leon de Winter den Bogen zwischen menschlichem Drama
und brisanter Weltpolitik.
Interview: Silke Rabus / Foto: Bastian Schweitzer/Diogenes Verlag
Anzeiger 1/2010
Sie zeichnen eine düstere Vision des Nahen Ostens im Jahr
2024: Israel ist auf die Größe eines kleinen Stadtstaates rund um Tel Aviv
geschrumpft, die Palästinenser stehen kurz davor, die Juden zu besiegen. Ist
eine solche Entwicklung tatsächlich denkbar?
Wenn man sich umgekehrt vorstellte, dass es 2024 offene
Grenzen gäbe, dass die meisten Staaten in Nahost eine Demokratie wären, dass
man verantwortliche Politiker hätte und die Israelis Ferien in Mekka und
umgekehrt die Saudis Urlaub in Tel Aviv machen würden - wenn man sich das
vorstellte und mit dem vergleicht, was ich beschrieben habe, dann glaube ich,
dass mein Roman die realistischere Möglichkeit von beiden Entwürfen darstellt.
Ja, ich habe ein schwarzes Szenario entwickelt und meine eigenen pessimistischen
Erwartungen noch hinzugefügt. In diesem historischen Kontext spielt die
Handlung. Das Hauptthema ist es aber nicht: Mein Buch ist vor allem eine
Geschichte über einen Vater und sein verschwundenes Kind.
In Ihrem Roman wird Polen zum reichsten Staat der EU,
Putin errichtet ein neues russisches Großreich, das von einem Erdbeben
zerstörte Kasachstan gerät zur Hoffnung der muslimischen Welt. Wird in Zukunft
die Religionszugehörigkeit die politische Landkarte bestimmen?
Das Verrückte ist natürlich, dass wir gelernt haben, über
Menschen und Konflikte aufgrund sozioökonomischer Fakten zu urteilen. Aber wir
Menschen sind nicht nur sozioökonomische Modelle. Wir sind viel komplizierter
und auch viel irrationaler. Wer hätte denn erwartet, dass wir jetzt noch in
religiösen Begriffen über Weltprobleme nachdenken , dass Religion in der
Identität von Menschen nach wie vor eine so große Rolle spielt? Obwohl ich
eigentlich ziemlich optimistisch bin hinsichtlich der Zukunft der Menschheit,
denke ich doch, dass es noch einige kleine Probleme gibt, die wir lösen
sollten.
In einem Dialog vertritt die jüdische Hauptfigur Bram die
Meinung, dass man mit seinen Feinden, also auch den Palästinensern, Frieden
schließen muss. Sein Vater Hartog hingegen sagt: „Man schließt keinen Frieden
mit seinen Feinden. Man zerschmettert sie. Frieden mit Arabern ist nichts
anderes als eine Galgenfrist.“ Wo zwischen diesen beiden Polen stehen Sie?
Es ist neu in unserer Kultur und in der Geschichte der
Menschheit, dass wir große Konflikte zwischen Völkern und Nationen so friedlich
wie möglich lösen möchten. Seit Menschen in Gruppen zusammenleben, haben sie
Kriege geführt. Und diese Kriege waren erst beendet, wenn eine Gruppe die
andere Gruppe vernichtete. Das ist die grausame Geschichte der Menschheit. Und
auf diese Weise funktionieren immer noch große Teile der Welt - und ganz sicher
der Nahe Osten. Dort hat man noch nicht den wunderbaren Romangedanken entdeckt,
dass man vielleicht auf eine andere Weise Konflikte lösen sollte als mit Waffen
und Gewalt. Brams Vater sagt daher nichts anderes, als was die meisten Menschen
im Nahen Osten über ihre Feinde sagen. Ob ich so denke? Nein, normalerweise
nicht. Aber es gibt hier und da einen Tag, an dem ich so etwas ganz vorsichtig
überlege. Das unterdrücke ich allerdings gleich, weil ich ein offener,
moderner, liberaler Mensch sein möchte und nicht jemand, der auf diese
atavistische, auf diese alte Weise denkt. Dennoch kann ich nicht verneinen,
dass mir diese Gedanken völlig fremd sind - so wie sie wahrscheinlich niemandem
völlig fremd sind. Das sind sehr tief verwurzelte Reaktionen. Aber es gibt auch
Fortschritte. Es hat sich sehr viel geändert, seit die Menschen vor zehntausend
Jahren angefangen haben, sich niederzulassen, Häuser zu bauen, den Grund zu bearbeiten.
Davor war es unmöglich, in Gruppen zu leben, die größer waren als 50 Menschen.
Und wenn eine dieser Gruppen auf eine andere Gruppe traf, gab es Krieg. Es
wurde gekämpft, Frauen wurden vergewaltigt und mitgenommen, Männer wurden
getötet. So haben wir damals gelebt. Genetisch sind wir ein grausames Tier. Und
heute bewegen wir uns ohne größere Probleme zwischen unzähligen unbekannten
Menschen. Unsere Gene rufen: Das geht nicht. Das sind alles unsere Feinde, wir
sollten sie töten, die Frauen kidnappen und vergewaltigen. Aber unsere Kultur
gibt uns die Möglichkeit, diese Triebe zu unterdrücken. Ist das kein Wunder?
Das macht sehr optimistisch.
Weniger optimistisch
stimmt ein Aspekt Ihres Buches: Kinder von Juden werden gekidnappt und zu
muslimischen Selbstmordattentätern umgepolt. Wie real ist eine solche
Vorstellung?
In meinem Buch habe ich
historische Ereignisse in die Zukunft verlegt und aktualisiert – denken Sie nur
an die Mamluken in Ägypten. Aber ja, es wäre natürlich ein Albtraum, wenn so etwas
heutzutage passieren würde.
Sie schreiben auch davon, dass Menschen jüdischer Herkunft aufgrund ihrer genetischen Merkmale identifiziert werden können ...
Es gibt so etwas, was ich beschreibe. Das ist alles nicht
von mir erfunden. Ich möchte natürlich wissen: Könnte das von mir entworfene
Szenario möglich sein? Gibt es so etwas wie jüdisches DNA und all diese
weiteren unangenehmen Gedanken?
Sie entwerfen zudem, zumindest in meinen Augen, ein sehr
düsteres Bild zukünftiger Sicherheitskontrollen. An der Grenze zu Israel wird
mit DNA-Tests die jüdische Herkunft abgeglichen und per Hubschrauber checkt man
die Iris von Passanten. Die Entwicklung liegt hoffentlich noch in ferner
Zukunft?
In London hat man auf dem Flughafen
gerade mit Full-Body-Scans angefangen. Das geht, zum Schutz der Menschen, auch
schon sehr weit. Also ist es möglich, dass so etwas wie in meinem Buch auch in
Wirklichkeit passiert. Sobald es technisch möglich ist, und wir sind bald so
weit, könnte man DNA-Scans machen. DNA wird ein ganz wichtiges Thema in der
Zukunft sein, ebenso alles, was mit Gesundheit und mit Medikamenten zu tun hat.
Noch sind wir nicht da. Aber mit Sicherheit wird schon daran gearbeitet,
Arzneien zu personalisieren und sie auf genetische Kennzeichen abzustimmen.
Diese Medikamente werden dann exakt für deine persönliche DNA hergestellt.
Wie stehen Sie zum derzeitigen Bedürfnis nach immer mehr
Sicherheit?
Einerseits ist diese
Entwicklung unglaublich, weil sie uns sehr helfen wird, länger in guter
Gesundheit zu leben. Zur gleichen Zeit verschafft sie unseren Regierungen,
Politikern oder Institutionen enorme Möglichkeiten, uns zu überwachen und zu
kontrollieren. Beide Entwicklungen gehen immer Hand in Hand, und das ist das gefährliche
daran. Es hängt also davon ab, ob wir imstande sind, unsere Gesetze so zu
formulieren, dass wir geschützt und nicht beherrscht werden. Alles ist eine
Frage der Zeit. Diese Sachen werden eingeführt werden.
In Ihrem Roman werden
die Niederlande als multikulturelles Land gezeichnet, in dem Muslime ganze
Viertel übernehmen. Wie sehen Sie selbst die Zukunft der Niederlande angesichts
der zunehmenden kulturellen Vielfalt?
Nein, ich habe diese Angst
nicht, obwohl es natürlich im Moment große Probleme mit Immigranten gibt, die
oft enorme Mühe haben, sich zu integrieren. Aber anders als früher denke ich
jetzt, dass in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren die Mehrheit dieser
Immigranten ziemlich gut integriert sein wird - wenn wir die Immigration
beherrschen können. Wir müssen den Immigranten so viel wie möglich helfen,
ihren eigenen Platz in unserer Gesellschaft zu finden. Das ist aber nur
möglich, wenn wir nicht noch mehr Menschen in unser Land holen. Das Problem
ist, dass die große Mehrheit dieser Einwanderer keine Ausbildung hat und nichts
zur Entwicklung unserer Gesellschaft beitragen kann. Darüber sollte man sehr
klar und deutlich reden. Wenn man ökonomisch angetriebene Immigranten hat, die
ökonomisch nichts für ein Land beitragen, ist es ein Blödsinn, sie einwandern
zu lassen. Diese Menschen kommen nach Holland, um ihre sozioökonomische Lage zu
verbessern, sie werden von ökonomischen Zielen und Absichten geleitet. Aber
wenn sie zum größten Teil arbeitslos sind oder kriminell werden, dann sollte
man sehr vorsichtig sein. Wir haben natürlich lange Zeit Mühe gehabt, darüber
zu reden, weil man sehr schnell als Rassist bezeichnet wird. Es ist unmöglich
gewesen, auf die Weise über das Thema zu reden, wie ich jetzt darüber rede.
Aber das ist jetzt vorbei in Holland und es ist klar, dass es die Problematik
gibt. Trotzdem glaube ich, dass wir viele dieser Probleme lösen können. Einfach
wird es aber nicht werden.
Als enormes Problem
wird in Ihrem Roman einerseits die zu erwartende Überalterung der Gesellschaft
geschildert, andererseits die zunehmende Kinderlosigkeit in Israel. Wie sehr
werden sich diese Faktoren auf unser Leben auswirken? Braucht man Immigranten,
um ein Volk zu erhalten?
Klar, wenn das notwendig
ist, möchte ich sehr gerne gut ausgebildete Südamerikaner nach Holland holen,
um mehr junge Menschen in einem Land zu haben, als das Volk selbst
hervorbringt. Der große Wissenschaftler Gunnar Heinson spricht über sterbende
Völker in Europa, wie z.B. die Russen oder auch die Deutschen. Die Franzosen
erholen sich überraschenderweise im Moment. Holländer und Skandinavier bleiben
ziemlich stabil. Die südeuropäischen Völker wie Spanier und Italiener gehören
ebenfalls zu den sterbenden Völkern. Was passiert da? Warum haben wir keine
Kinder mehr? Ist das eine Last für uns alle geworden? Hat es mit unserer
Säkularisierung zu tun oder mit Zukunftserwartungen? Warum löschen die Russen
sich selbst aus? Warum löschen die Deutschen sich selbst auf? Was ist da los?
Es ist klar, dass wir nicht überleben können, wenn wir nicht im Durchschnitt
2,1 Kinder haben. Was ist also aktiv in unserer Kultur, in unserer
Zivilisation, das uns dazu bringt, nicht mehr an die Zukunft zu glauben. Das
ist auch meiner Frau aufgefallen, als sie im vergangenen Jahr mit einer
Freundin in Berlin war. Sie hatte viel Spaß und war sehr beeindruckt von der
Schönheit der Stadt, aber auf einmal entdeckte sie, dass irgendetwas stimmte.
Auf einmal wusste sie: Ich habe keine Kinder gesehen. Wo sind die Kinder?
Nicht nur die Kinder
sind weg, auch die Alten sieht man nicht mehr ...
Ja, aber die Alten haben
wir in unserer Kultur isoliert. Natürlich ist das auch eine verrückte
Entwicklung, dass wir unsere älteren Menschen nicht mehr integrieren, dass sie
nicht mehr Teil der Familie sind. Früher haben zwei, drei, vier Generationen in
einem Haus gelebt. Das war natürlich auch nicht immer fröhlich, die Familie
kann auch ein Fluch sein. Aber auf der anderen Seite gibt es eine ganz
„organische“ Notwendigkeit, für die Älteren, für die Familie, für die Kinder zu
sorgen. Mittlerweile haben wir diese Aufgabe an professionelle Kräfte
übertragen, so dass wir mehr leisten, länger arbeiten und mehr konsumieren
können. In zehn oder 20 Jahren sieht die Situation wahrscheinlich wieder anders
aus. Wahrscheinlich wäre es auch nicht gut, wenn wir uns zu schnell von der
derzeitigen ökonomischen Krise erholen würden. Ich denke, wir brauchen jetzt
Zeit, um jetzt ein bisschen umzudenken. Nicht weil ich Konsum oder den
Kapitalismus hasse, im Gegenteil. Aber die Entwicklung ist in den vergangenen
Jahrzehnten zu schnell gegangen. Wir haben uns einen völlig anderen Lebensstil
angeeignet, daher wäre es nicht schlecht, einige Jahre etwas nachzudenken.
Die Araber, schreiben
Sie, wären durch ihren Kinderreichtum klar im Vorteil – das klingt fast schon
ein wenig nach militärischer Strategie. Auf der anderen Seite klingt in Ihrem
Buch durch, dass vor allem in den Kindern die Hoffnung auf eine bessere Zukunft
liegen könnte. Entscheidet sich denn über die Anzahl der Kinder die Weltordnung?
Viele Kinder können auch
ein Fluch sein. Gunnar Heinsohn schreibt in seinem Buch „Söhne und Weltmacht“ über das große Problem in jenen Staaten, in denen Mütter drei oder vier Söhne
haben – nehmen Sie zum Beispiel die Palästinenser, die das am schnellsten
wachsende Volk der Welt sind. Viele Söhne zu haben bedeutet immer, dass eine
Gesellschaft gewalttätig wird und dass einer dieser Söhne durch Gewalt stirbt,
entweder durch einen Krieg zwischen Staaten oder zwischen Völkern oder aber
einen Bürgerkrieg. Heinsohn nennt als Beispiel Brasilien. Dort gibt es
eigentlich einen Bürgerkrieg und es herrscht schreckliche Gewalt in den
Großstädten, wo junge Männer in Banden einander töten. Gesellschaften werden
erst ruhiger, wenn Frauen nur mehr einen Sohn bekommen – oder einen Sohn und
eine Tochter. Wenn so etwas passiert, dann stabilisiert sich das Volk, wird
aber nicht größer. Nehmen wir das Beispiel Tunesien, wo es jetzt kleinere
Familien gibt, oder Algerien nach dem Bürgerkrieg. Auch der Iran hat nun
kleinere Familien, was bedeutet, dass dieser Staat keine großen traditionellen
Kriege mehr führen kann. Die Amerikaner möchten eigentlich auch keine Kriege
mehr führen, weil sie zu wenige Söhne haben. Man schickt den einzigen Sohn
nicht in den Krieg. Das ist ganz wichtig für den Frieden. Wir können über alles
reden, über Friedensprozesse oder über Konsum, aber wenn es zu viele junge
Männer gibt, gibt es Gewalt. Diese jungen Männer sind alle lebende
„Explosionsmöglichkeiten“. Junge Männer zwischen 15 und 20 sind gefährliche
Tiere, davon soll man in einer Gesellschaft nicht zu viele haben.
Insofern haben wir es in Europa ja ganz gut gemacht
...
Ja, das haben wir gut gemacht. Heinsohn bezweifelt in seinem
Buch, ob der Frieden in Europa etwas mit Einsichten, mit Konsequenzen aus dem Zweiten
Weltkrieg zu tun hat. Er vermutetet, dass der derzeitige Frieden mit dem Fakt
zu tun hat, dass Frauen im Durchschnitt nur noch einen Sohn haben. Dieser eine
Sohn wird gut aufgezogen und er wird geschützt. Man schickt keinen Sohn in den
Krieg, wenn man nur einen hat. Es sind banale Einsichten, aber so wahr. Man
fühlt diese große natürliche Wahrheit. Trotzdem sollte einen Sohn haben und man
sollte natürlich auch eine Tochter haben.
Und welche Rolle spielt die Liebe? In Ihrem Roman
entwerfen Sie beispielsweise eine traumhaft zärtliche Beziehung zwischen Bram
und seinem Vater Hartog.
Auch das ist für mich immer wieder eine wundersame
Erfahrung. Nicht so sehr, dass es das Böse gibt in der Welt, in unserem
Universum. Unser Universum ist dunkel und grausam und still. In unserem
Universum geht es um das Geborenwerden und um das Sterben. Aber das
Überraschende ist, dass es so etwas wie Liebe gibt und Güte und Schönheit.
Diese Erfahrung gibt uns Kraft. Und wir werden immer kräftiger. Wir verlieren
nichts, weil wir lieben. Wir können mit mehr Offenheit leben als früher, wir
können Schönheit besser genießen als früher. Wann hörte man schon vor einigen
Jahrhunderten Musik, wann erlebte man ein Orchester? Und jetzt hören wir den
ganzen Tag Musik. Es ist wunderbar, dass wir uns so viel Zeit nehmen können für
das Genießen von Schönheit. Man sollte immer wieder einmal aus der eigenen Zeit
heraustreten und aus einem gewissen Abstand heraus beobachten, wo man sich
befindet und wo man hinstrebt. Und dann sieht man, dass man - abgesehen von den
großen, schrecklichen Tragödien, die es natürlich immer gibt – Teil einer
positiven Bewegung, einer positiven Entwicklung ist. Die Kinder, die jetzt
geboren werden, haben im Durchschnitt eine Lebenserwartung von 100 Jahren. So schnell
ist das gegangen.
Haben Sie eine Vision einer geglückten Welt?
Nein. Trotzdem blicke ich optimistisch in die Zukunft,
selbst wenn die Probleme im Moment groß sind. Aber ich glaube an unsere
Vernunft, an unsere menschliche Kreativität, an unser Vermögen, Lösungen zu
finden. In meinem Buch habe ich geschrieben, man soll die Kinder lieben und
versorgen. Ich weiß, dass hört sich schrecklich lamoryant und klischeehaft an.
Aber mehr als das habe ich nicht. Ich schreibe meine Geschichten, ich versuche,
für meine Kinder zu sorgen und meine Familie zu schützen. Und ich genieße all
die unglaublichen Möglichkeiten unserer Zeit. Aber ich habe keine Ideologie.
Allenfalls eine Ideologie des Lebens.
Leon de Winter wurde 1954 in ’s-Hertogenbosch als Sohn
niederländischer Juden geboren und begann als Teenager, nach dem Tod seines
Vaters, zu schreiben. Er arbeitet seit 1976 als freier Schriftsteller und
Filmemacher in Holland und den USA. Seine Romane erzielen nicht nur in den
Niederlanden überwältigende Erfolge; einige wurden für Kino und Fernsehen
verfilmt, so Der Himmel von Hollywood unter der Regie von Sönke Wortmann.
SuperTex wurde verfilmt von Jan Schütte.